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ISLANDPFERDE-REITER |
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mit Alfred Schauberger |
Am ersten Oktober-Wochenende fand der Zirkuslektionenlehrgang mit Alfred Schauberger statt. Einige der Teilnehmer hatten im letzten Jahr schon an dem Kurs mit Nathalie Penquitt teilgenommen und waren nun in froher Erwartung auf diesen Kurs, hatte man doch die Hoffnung, an das bereits gelernte anknüpfen zu können. Leider machte uns Herr Schauberger nur allzu schnell klar, das er von Nathalies Methode nichts hält und wir mit seiner Methode mit den Pferden wieder bei Null anfangen müssten. Jeder der Teilnehmer merkte schnell, dass Herr Schauberger jede andere Methode verurteilte und uns auch davon zu überzeugen versuchte, dass seine Methode die einzig richtige ist.
Es gab am Ende des Kurses doch einige Teilnehmer, die seine Methode angenommen haben, sich seine DVD gekauft haben und den festen Vorsatz haben, auch so weiter zu arbeiten.
Es gab aber auch andere Fälle, ein Pferd wehrte sich durch Steigen und Springen sehr dagegen, diese Position einzunehmen, denn man muss bedenken, dass ein Pferd ein Fluchttier ist, es ist in fast jede Richtung sehr einfach zu bewegen, nur nicht nach unten, denn das ist die unnatürlichste Richtung für ein Pferd, und gerade dominante Tiere oder Leittiere lassen sich nur schwer dazu bringen, ein Kompliment auszuführen oder später gar mal zu liegen. An dieser Stelle hätten sich viele Teilnehmer sicher gewünscht, dass Herr Schauberger eingegriffen hätte, nachdem für jeden zu erkennen war, dass die Besitzerin mit ihrem Pferd an den Rand ihrer Kräfte gelangt war. Auch eine andere Teilnehmerin konnte aus gesundheitlichen Gründen das Kompliment mit ihrem Pferd nicht ausführen und auch da hätte man sich gewünscht, dass eine Ausweichmöglichkeit geboten worden wäre, zumal dieses Pferd schon im Apportieren von Gegenständen geübt war und man das sicher noch weiter hätte ausbauen können.
Ich denke, die meisten von uns haben verstanden, dass die Methode von Herrn Schauberger die älteste ist, die auch seit Jhr. im Zirkus zu Erfolgen geführt hat, viele sind auch bereit, nach seiner Methode zu arbeiten und es mag auch stimmen, dass keine andere Methode zu solch einer Perfektion führt. Doch letzten Endes suchen wir alle nur nach Abwechslung in der Arbeit mit unseren Reitpferden. Ich denke keiner von uns will mit seinem Pferd auf einer Show oder Wettbewerben teilnehmen, und vor dem Hintergrund denke ich, muss jeder selbst entscheiden, welche Methode für ihn und sein Pferd die beste ist. Und ich denke, es ist auch die Aufgabe eines Trainers, jedem einen Denkanstoß zu geben, aber die Entscheidung muss und kann man nur den Teilnehmern überlassen. An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal unserer Jugendwartin Kerstin danken, die uns wieder einmal einen Einblick in eine andere Methode im Umgang mit Pferden gezeigt hat und durch die wir in den letzten Jahren schon in viele andere Arbeitsweisen reinschnuppern durften. Und auch dieses Mal haben wir wieder viel gelernt.
Vielen Dank auch an Caroline und Jürgen Witthus, die uns ihre wunderschöne Reithalle für diesen Lehrgang zur Verfügung stellten. Lisa Magalowski |
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