ISLANDPFERDE-REITER
BREMEN-SCHWANEWEDE E.V.

     
 
     
       

 

MANEGE FREI ...
...FÜR NÖS,

     

So heißt auch eines der Bücher von Nathalie Penquitt, und zu ihr machten wir uns am 20.10 für drei Tage mit sechs Islandpferden auf den Weg.

SLEIPNIER, SLEIPNIR, ALDA, THROTTUR, BANGIR UND FÖNIX

     

Schon Tage vorher war die Vorfreude bei den Teilnehmern des Kurses groß, einige hatten bereits begonnen ihren Pferden einige Kunststücke beizubringen doch standen sie jetzt vor Problemen wie:

       

„Wie bringe ich meinem Pferd bei beim Kompliment unten zu bleiben?“ oder „wie kriege ich den Spanischen Schritt höher?“


Prottur und Kerstin bei der Verbeugung

Doch zuerst klärte uns Nathalie über ihre Methode der positiven Verstärkung auf, was für einige recht neu war, die ihr Pferd vorher über Nachlassen von Druck gearbeitet hatten. Nun sollten wir uns alle ein Lobwort aussuchen nach welchem unsere Pferde immer ein Leckerlie bekommen sollten. Das hört sich leichter an als es ist, denn für uns galt es zu lernen das ein „Gut“ reicht wenn das Pferd die Übung richtig macht und das man nach dem üblichen „Gut, gut, guuut“ auch dreimal füttern muss.

So begann die Arbeit mit leichten Übungen wie Führen, Anhalten, Rückwärtsrichten und Schulterherein. Schwierigkeiten tauchten auf als die Pferde rückwärts durchs L laufen sollten. Doch auch das meisterten wir. Nun ging es ans Podest und während Sleipnir mit Freude das Podest erklomm litt Kerstins Rücken sehr als sie Bangir nach zwanzig minuten konzentrierter Arbeit aufs Podest hob. Doch wer dachte Bangir würde immer Probleme machen hatte sich getäuscht, schon bald entdeckte er seine Freude am Klettern während Fönix sich nach der dritten Stunde dachte „ In der Halle wird nur gearbeitet, ich gehe lieber rückwärts zurück zum Stall…“

Und jedes Pferd hatte seine eigenen Talente. Nös hatte ihren Spass am Klickertraining und lernte erste Schritte um eine Pilone zu tragen. Schnell kam uns die Idee dass wir jetzt Nössi losschicken um an Baustellen die Hütchen zu klauen wenn wir welche zum Üben brauchen. (Kann man ein Pferd auch verhaften?) Throttur bewies wieder seinen ausgeprägten Spieltrieb und lernte ziemlich schnell einen großen blauen Ball zu rollen während wir Zuschauer uns überlegten wie wir ihn für ein Foto zum liegen bringen könnten. Alda und Sleipnir zeigten schnell Talent zum Spanischen Schritt und lernten Polka tanzen während sich Throttur im Wiegeschritt übte…


Nathalie, Nös und Petra

Zur Erklärung: Die Polka ist eine Vorübung zum Spanischen Schritt damit die Pferde lernen mit den Hinterbeinen gleichmäßig mitzulaufen und beim Wiegeschritt tritt das Pferd zwei Schritte vor, zwei zurück usw. das ist gut für die Rückenmuskulatur.

Unseren Pferden merkte man schnell ihre Freude an der Arbeit an, welche für sie ja auch eine Abwechslung zum Reiten bot und auch wir Menschen hatte jede Menge Spass, ich glaube wir haben noch auf keinem Lehrgang soviel gelacht. Besonders Sleipnir bot einen lustigen Anblick als er mit gesenktem Kopf und halbgeschlossenen Augen am Samstag über die Cavalettis, die Plane und die Brücke ging, tja ihn konnte das wohl nicht so ganz aus der Ruhe bringen und auf Nathalies ironische Bemerkung „Der ist ja richtig nervös geworden über Nacht“ hin gähnte er nur einmal demonstrativ.

Für unser Abschlussfoto hatten wir uns etwas Besonderes ausgedacht, drei Pferde sollten auf dem Podest stehen und drei davor das Kompliment machen. Doch nun kam das Problem, wie bekommt man drei relativ unerfahrene Pferde gleichzeitig ins Kompliment? Ich glaube beim fünften Versuch und nach einem blau gebissenen Finger klappte es endlich. Aber sowohl Akteure als auch die Zuschauer hatten ihren Spass dabei.

Nun bleibt nur noch die Frage, wem schmerzt der Rücken mehr, den Pferden oder ihren Besitzern? Ich glaube diese Frage kann uns am besten Kerstin beantworten.


Prottur auf dem Podest und Kerstin

Weiter bleibt mir noch zu sagen, dass ein großer Dank an Nathalie geht die uns ihre wundervolle Anlage zur Verfügung stellte und an Kerstin die uns wieder einmal ermöglichte in eine andere Reitweise und eine andere Art mit Pferden zu arbeiten einzusehen. Und mit ein wenig Stolz können wir sagen dass wir wieder einen Schritt weiter sind die Fremdeleien mit anderen Reitweisen und Rassen zu überwinden.

Der Kurs wurde von unserem Verein ordentlich bezuschusst. Es lohnt sich also in unsere Termine zu gucken und an den angebotenen Kursen teilzunehmen.

 

Lisa Magalowski -Pressewartin-