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Ursprünglich war der Lehrgang mit zwei Trainern geplant, mit Nina Müller und Holmgeir Johnsson. Doch leider war Holmgeir verhindert, da er nach Island fliegen musste, und so traf Nina am Samstag alleine in Schwanewede ein. Acht Teilnehmer erwarteten sie schon bei strahlendem Sonnenschein. Die Pferde wurden kurz beschrieben und die Prüfung genannt, die von dem Reiter/der Reiterin am nächsten Wochenende auf dem Hausturnier auf der Anlage von Familie Witthus geritten werden sollte. Nina Müller teilte uns in Zweier-Gruppen ein und weil das Wetter so schön war, wollten wir auch alle draußen auf der Ovalbahn reiten.
Und so begann unsere erste Reitstunde. Nina fing an in der prallen Sonne allmählich zu braten, und wir fragten uns, wer wohl mehr schwitzte, die Pferde oder wir? Und dazu sollte man auch noch eine gute Figur machen, denn das ganze wurde gefilmt. In der Mittagspause, die temperaturbedingt lang gehalten wurde, zogen wir uns in die Reithalle zurück, um uns selber auf Video bewundern und kritisieren zu können. Nach etlichen Versuchen, den Fernseher so aufzubauen, dass es nicht blendete, landeten wir dann irgendwann im Hallen inneren. Jeder bekam Lob und Kritik zu hören, und man glaubte Nina endlich, dass man wirklich schief auf dem Pferd saß, oder dass das Pferd tatsächlich gut lief (nicht wahr, Annika).
Doch nun mussten wir schnell weiterreiten, es spielte doch Deutschland abends und das durfte man natürlich nicht verpassen. Schnell schafften wir es noch, uns für nach dem Spiel beim Italiener zu verabreden. Dann flitzten wir auch schon nach Hause. Das Spiel wurde geguckt, und am Abend noch viel diskutiert. Und sogar das Essengehen war lehrreich, so lernte Johanna, dass eine Schüssel Wasser zu Scampis serviert wird, und zwar nicht zum Darübergießen, sondern zum Händewaschen!
Sonntagmorgen ging's dann mehr oder weniger munter weiter. Doch das Wetter wurde schlechter und schlechter, die Hitze drückend und die Luft feucht und schwer. Alle sehnten sich nach Regen und waren schon vom Herumsitzen ko. Ähnlich ging es auch unseren Pferden. Einzig Nina schien noch immer munter und hatte den einen oder anderen flotten Spruch parat: „Lisa, deinem Pferd fehlt noch ein wenig das Elfenhafte im Galopp, um nicht zu sagen, sie fällt wie eine Kuh um die Ecke“. Danke, Nina, für deine stets sanften Hinweise auf unsere Fehler!
Doch jeder merkte gute Fortschritte bei seinen Pferden, und besonders Sirpa entwickelte sich selbst zu Ninas Erstaunen sehr positiv und lernte eine völlig neue Haltung kennen. So fühlten wir uns am Ende des Kurses gut vorbereitet auf das Turnier, und jeder hatte noch extra Tipps bekommen, worauf er besonders achten sollte. Dem einen tat es gut, sich einmal überholen zu lassen, beim nächsten führte genau das zu einer Katastrophe. Wieder andere sollten sich dicht hinter ein Pferd klemmen, um sich ein wenig ziehen zu lassen, und manch einer sollte wohl am besten ganz alleine reiten.
Aber es war wieder ein Kurs, von dem alle mit glücklichen Gesichtern nach Hause fuhren und sicher nächstes Jahr wieder an einem Kurs mit Nina teilnehmen möchten.
Zuletzt möchte ich noch einen Appell an unsere Mitglieder loswerden. Damit nächstes Jahr wieder mehr Lehrgänge im Bereich Sport angeboten werden können, brauchen wir wieder einen Sportwart. Vielleicht gibt es den einen oder anderen, der Spaß an diesem Amt hätte. Sollte es Interessierte geben, die zwar nicht Sportwart werden möchten, aber gerne einen Reitkurs organisieren würden, so können sie sich mit unserer Geschäftsstelle in Verbindung setzen (Karin Rockel, Tel. 04209/919105 oder per Mail an isi.ohz@gmx.de).
Lisa Magalowski -Pressewartin- |